Poesiealbum



Die Spitze des Eisberges


2009


Die Sonne ist nicht stark genug, sie zum schmelzen zu bringen, also läßt sie das Eis funkeln, wie einen riesigen Diamanten.
Ich möchte danach greifen, sie berühren, denn sie lädt mich ein in Ihrer Schönheit.
Doch wenn ich danach greife, werde ich spüren, wie kalt die Spitze des Eisberges sein kann.
Und dann ist es zu spät.
Ich kann mich nicht mehr von ihr lösen.
Und ich weiß:
Es ist nur die Spitze des Eisberges!
Er geht tief, viel tiefer, als ich jemals sehen kann...


Es ist die Symbiose von Traurigkeit und Ästhetik


2011


 Mag sein, dass ich spinne, dass mir was zu Kopfe gestiegen ist. Haben will ich bestimmt nichts,
nehmen schon gar nicht,
hast schon mehr als mancher bereits gegeben...
wenn man aufmerksam ist.

Vielleicht teerst du mich und federst, ist mir egal.

Ich bin tatsächlich erstarrt, vor Bewunderung, vor Lauschen und Lesen und Sehen.

Mach mich wahrscheinlich lächerlich, mal wieder, aber mag nicht mehr aufgeben, mir zu vertrauen, wenn ich etwas erkenne, wahrnehme.

Ich wusste nicht, das sowas, wie du existiert, in diesen Farben und diesem Blick und Worten und Sein.

Für dich:

Deine Blicke
schlagen wie Brandung in die Felsen
der Steilküsten meines Herzens auf.
Du schenkst Augenblicke,
die ewig dauern.

Der Verstand mahnt,

  das Herz schreit,
die Seele sehnt.
Der Bauch brennt.

Die Summe deines Seins
ist die Perfektion

  meines Augenblicks
in deiner Gegenwart.


Es sind alte Verse, aber ich denke, bilde mir ein, du verstehst.

Ich glaube, bin überzeugt, dass du deinen Weg gehen wirst, meinen kleinen Segen hast du, möchte nur,

wäre mir eine Ehre,

wenigstens ein Augenblick,

ein Lächeln,


während dessen gewesen zu sein.


Gedanken eines betroffenen Mannes


2013


Sehr geehrte Lady Alexiel, chere ami mystique, noch 2 Tage warten, dann werde ich mich wieder einer Wellness - Session stellen. Meine Spannung steigt, meine Nervösität steigert sich.In den letzten Nächte habe ich versucht, mich zu analysieren hinsichtlich meiner Neigungen und Sehnsüchte. In diesem Zusammenhang hatte ich immer und immer Ihre Person vor Augen. Und ich betrachte es als ein einmaliges Glück, daß ich mich letzten Sommer aufgerafft habe, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Ich habe es zu keiner Zeit bereut. Denn Sie sind einmalig. Ihre Creativität gepaart mit Ihrer Ästhetik haben einen besonderen Raum der Sinne geschaffen. Ihr Charm und Ihre lebendige Offenheit erzeugen ein unverwechselbares Gefühl der Geborgenheit, in die man sich gerne fallen läßt, geradezu aufgibt. Sie sprechen in einigen Ihrer Texte von SM Genen, die uns nicht mehr loslassen. Dies ist wohl sehr richtig in meinem Fall. Fast 20 Jahre, in denen ich fast ausschließlich im Ausland wohnte, habe ich mich ferngehalten von der Szene, von sporadischen Besuchen, die sehr frustrierend waren, abgesehen. Doch in mir war immer das Gefühl und die Gewissheit, daß etwas fehlt, nämlich das Ausleben meiner devoten und masochistischen Neigungen.Bei Ihnen und mit Ihnen gelingt es mir immer mehr, genau diese Sehnsüchte zu erfüllen, was mir eine große innere Ruhe gibt. Eine geradezu therapeutische Maßnahme.Sie sprachen mal von Ihrer sadistischen Ader. Ihren Sadismus, auch wenn er sehr schmerzhaft sein kann, erlebe ich als eine Art der Zuneigung, der ich mich gerne hingebe, auch wenn es von mir Demut verlangt.Jede Session habe ich bisher auch als einen ästhetischen Akt empfunden. Ihre Aktionen und Reaktionen haben einen puristischen reinen Charakter, der fasziniert und das Leiden zu einer Lust werden läßt.Ich empfinde Sie als eine großartige Frau mit vielen künstlerischen Talenten, eine schöne Frau, die einen unkonventionellen Weg geht, den ich bewundere. Sie sind mir nah und doch so fern.Ich wünsche Ihnen auf Ihren Wegen noch viel Glück und Erfolg,

 

herzliche Grüße von einem stillen Bewunderer

 

 

Du wirst meinen Dank zutiefst zu spüren bekommen, Du Guter...

 

L.A.


Danksagung eines betroffenen Mannes


2013


Geliebte Herrin, liebe Freundin,
ich wollte Ihnen schon gestern abend meinen Dank aussprechen. Nach meinem Besuch bei Ihnen war ich doch sehr erschöpft und abgrundtief relaxed. Schon um 09:00 lag ich im Bett.
Ich kann mich gar nicht richtig ausdrücken, um meine Emotionen, die Sie freigesetzt haben zu beschreiben. Da jeder Besuch anders verläuft, sind auch meine Empfindungen anders, aber geprägt von meiner Zuneigung zu Ihnen.
Ich liebe es, zu Ihren Füßen zu liegen und Ihre Füße und Beine zu liebkosen. Ängstlich und sehnsüchtig erwarte ich die Schmerzen, die Sie mir bereiten. Ich liebe es. Noch mehr liebe ich es, wenn Sie in diesem Spiel Freude und Befriedigung erleben. Denn ein Sklave ist dafür da, eben das seiner Herrin zu bieten.
Wenn Sie auf meinem Gesicht sitzen, betören mich Ihre geheimsten Düfte und ich werde für's Nirwana gedopt. Es ist ein Höhepunkt meiner Submissivität und daher liebe ich diese Geste Ihrer Supremacy. Das Matriachat in Vollendung.

Tausend Dank für eine unvergessliche Stunde.

Was Ihre Wohnung betrifft, so haben Sie aus der Not eine vortreffliche Lösung gefunden. Der Raum erscheint nun weit und offen und setzt der Fantasie kaum Grenzen. Was die weitere Einrichtung betrifft mag es notwendig sein, das eine oder andere Gerät wieder anzuschaffen. Da ich mit dem, was Sie mir geboten haben, mehr als happy bin ( auch dieser Ausdruck ist zu flach, um meine Hochachtung auszudrücken),habe ich viele Einrichtungen gar nicht vermißt.
Wenn ich in diesem Zusammenhang von bescheidener Hilfe sein kann, lassen Sie es mich wissen.
Nun wünsche ich Ihnen ein erholsames und doch prickelndes Wochenende. Denn das Wetter bleibt hoffentlich gut ...

Mit herzlichen Grüßen aus vollem Herzen